Königin Victoria • Königin von Großbritannien (2024)

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Königin Victoria – einfach erklärt

Vor etwa 200 Jahren machte eine Reihe von Schicksalen die junge Prinzessin Victoria zur Königin von Großbritannien und Irland.

Als fünfte in der Thronfolge wäre sie eigentlich nie Königin geworden. Und doch bestieg sie mit nur 18 Jahren den Thron von Großbritannien und Irland, nachdem ihre Onkel ohne Erben verstarben. Was folgte, war eine 63 Jahre lange Regentschaft, die als viktorianisches Zeitalter bekannt wurde.

Königin Victoria • Königin von Großbritannien (1)

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Königin Victorias politischer Einfluss war riesig. Nicht nur in ihrem eigenen Land, sondern auch inganz Europa. Dazu trugen ihre neun Kinder bei, die in zahlreiche europäische Königshäuser einheirateten.

Aber wie konnte Victoria eigentlich Königin werden? Und wie schaffte sie es, ein Zeitalter so zu prägen, dass es sogar nach ihr benannt wurde?

Victorias Weg auf den Thron

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(00:52)

Als fünfte in der Thronfolge schien es für die junge Prinzessin Victoria unwahrscheinlich, einmal die Königin von Großbritannien und Irland zu werden. Denn ihr Vater war nur der vierte Sohn des Königs. Er starbbereits kurz nach Victorias Geburt.

Ihre Onkel blieben entweder kinderlos oder bekamen keine erbberechtigten Nachfahren. Als ihr Großvater, der König, und ihre Onkel starben, rückte Victoria in der Thronfolgeimmer weiter nach vorne, bis sie schließlich die nächste Erbin des Throns war.

Königin Victoria • Königin von Großbritannien (2)

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So wurde sie im Jahr 1837 mit nur 18 Jahren die Königin von England. Für die nächsten 63 Jahre regierte Königin Victoria England, Schottland, Wales und Irland bis zu ihrem Tod im Jahr 1901.

Liebeshochzeit mit Prinz Albert

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(01:29)

Bereits vor ihrer Krönung lernte Victoria ihren deutschen Cousin, Prinz Albert von Sachsen-Coburg, kennen. Doch es dauerte noch drei Jahre, bis sie sich bei ihrem zweiten Treffen in ihn verliebte. Denn eigentlich wollte Victorianie heiraten.

Das war im Volk nicht gerne gesehen. Dort wünschte man sich einen Ehemann für die Königin, der sie von ihren häufig emotionalen politischen Handlungen abbringen konnte.

Prinz Albert konnte Königin Victoria von England schließlich von einer Hochzeit überzeugen: Sein vornehmesVerhalten und seine disziplinierten Manieren begeisterten sie. Deshalb spürte sie, dass sie mit ihm glücklich werden konnte.

Eine Liebeshochzeit in einem Königshaus war bis zum 19. Jahrhundert sehr selten. Die meisten Ehen wurden wegen politischen Strategien und ohne Liebe geschlossen. Die Ehe zwischen Königin Victoria und Prinz Albert war anders: Sie waren zusammen glücklich und bekamen neun Kinder.

Königin Victoria • Königin von Großbritannien (3)

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Zu Beginn der Ehe hielt Königin Victoria ihr berufliches und privates Leben strikt getrennt. Prinz Albert durfte sich an keinen politischen Entscheidungen beteiligen.

Doch nach ihrer ersten Schwangerschaftmusste sich Königin Victoria erst wieder erholen und Prinz Albert begann ihr bei ihren politischen Geschäften zu helfen. So wurde er über die Zeit zu ihrem wichtigsten Berater.

Die gemeinsamen Kinder heirateten alle in europäische Herrscherhäuser ein. Victorias Verwandtschaft mit zahlreichen Königsfamilien verschaffte ihr damit den Namen „Großmutter Europas“ und auch eine riesige politische Macht.

Victorias Kinder und ihre Rollen in Europa

Die Kinder des königlichen Paars nahmen durch ihre Hochzeiten die verschiedensten Rollen in den Herrscherhäusern von Europa ein. Victoria, die älteste Tochter heiratete beispielsweise den deutschen Kaiser Friedrich III. Sie war die Mutter des letzten deutschen Kaisers: Kaiser Wilhelm II.

Der älteste Sohn von Königin Victoria wurde nach ihrem Tod König von Großbritannien und Irland.

Vorbild für die viktorianischen Gesellschaft

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In ihrer langen Regentschaft wurde Königin Victoria von Großbritannien und Irland zum Symbolbild ihres Zeitalters, das später als „viktorianisches Zeitalter“bekannt wurde.

In Zeiten des Wandels durch die englische Industrialisierung stand Queen Victoria gleichzeitig für Fortschritt undfür Tradition und Konvention.

Sie unterstützte die Entwicklung neuer Technologien, indem sie die Bildung und Wissenschaft förderte. Als vorbildliche Ehefrau und Mutter sowie gläubige Christin verkörperte sie aber ebenso Pflichtbewusstsein, Disziplin und Moral. Alles wichtige Werte für die viktorianische Gesellschaft, die der Selbstdisziplin ihrer Königin nacheiferte.

Königin Victorias Regentschaft stellte den Höhepunkt des britischen Reichsdar. Großbritannien erreichte durch die Industrialisierung und seine Kolonien eine Weltmachtstellung und entwickelte sich sozur führenden Wirtschaftsmacht.

Trotzdem war nicht alles Gold, was glänzt: Auch in der viktorianischen Gesellschaft gab es Unmut wegen Hungersnötenund sozialen Problemen durch die Industrialisierung. Dieser Unmut richtete sich auch gegen die Monarchie: Königin Victoria überlebte in dieser Zeit ganze sieben Attentate.

Unerwarteter Tod von Prinz Albert

Der größte Schicksalsschlag traf Königin Victoria von Englandallerdings im Jahr 1861. Ihr geliebter Prinz Albert erkrankte an Typhus und starb nur wenige Tage später im Alter von 42 Jahren.

Für ihr Königreich schien es, als wäre auch die Königin an diesem Tag gestorben: Die früher lebenslustige Victoria wurde hart von diesem Verlust getroffen. Sie trat nun nur noch in schwarzer Witwentracht und mit trauriger und strenger Miene auf.

Königin Victoria • Königin von Großbritannien (4)

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Aus dem öffentlichen Leben zog sie sichzurück und vernachlässigte sogar ihre königlichen Pflichten. Erst Mitte der 1870er Jahre nahm sie wieder an öffentlichen Auftritten teil, nachdem das Volk ihr immer mehr Vorwürfe über die Vernachlässigung ihrer königlichen Aufgaben machte.

Königin Victoria hinter den Kulissen

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(03:51)

Königin Victoria von Großbritannien und Irland war eine Meisterin der Selbstinszenierung. Das hatte sie nicht zuletzt von ihrem Ehemann gelernt, der sehr viel Wert auf dasäußere Erscheinungsbild der royalenFamilie gelegt hatte.

Sie präsentierte bei öffentlichen Auftritten und Fotografien das Frauenideal der Epoche und stellte sich deshalb als steril und prüde dar.

Doch hinter den Kulissen war Queen Victoria ganz anders. Sie hatte sehr viel Leidenschaft für ihren Prinz Albertund interessierte sich auch nach seinem Tod fürattraktive Männer.

Ihr wurde sogar eine Affäre mit ihrem Reitknecht John Brown nachgesagt, der nach Prinz Alberts Tod zu einem ihrer engsten Vertrauten wurde.

Königin Victoria – häufigste Fragen

  • Wer war Königin Victoria?
    Königin Victoria war von 1837 bis 1901 die Königin von Großbritannien und Irland. Sie war außerdemSymbolfigur für das viktorianische Zeitalter, das nach ihr benannt wurde. Ihre neun Kinder heirateten in viele europäische Königshäuser ein und verschafften ihr eine riesige politische Macht und den Namen „Großmutter Europas“.
  • Wie sind Queen Elizabeth II. und Königin Victoria verwandt?
    Queen Elizabeth II. war die Ururenkelin von Königin Victoria von Großbritannien und Irland. Königin Victoria heiratete ihren Cousin Prinz Albert und bekam neun Kinder mit ihm. Queen Elizabeth II. wurde 25 Jahre nach Victorias Tod geboren.
  • Wer war Queen Victorias Nachfolger?
    Nach Königin Victorias Tod folgte ihr Eduard VII. auf den englischen Thron. Er war der erste Sohn von Königin Victoria und Prinz Albert. Der Kronprinz war vor seiner Krönung Prince of Wales und der Duke von Cornwall und Rothesay.

Kaiser Wilhelm II.

Jetzt weißt du, warum Königin Victoria so bedeutend war. Einer ihrer vielen Enkel war übrigens der letzte Kaiser Deutschlands: Kaiser Wilhelm II. Schau dir unser Video an, wenn du mehr über ihn erfahren willst!

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